Autoreninterview mit: Elvira Nüchtern

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich habe schon mit 14 Jahren geschrieben. Damals hatte ich immer ein gelbes Köfferchen mit Stift und Heft darin dabei. Es gab mir das Gefühl, so könne mir nichts Schlimmes passieren. Ich konnte ja alles aufschreiben. Meine Freundin sagte zu mir, wenn du etwas veröffentlichen willst, dann schreibe einen Krimi. Das hat mich überzeugt.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Sehr, sehr aufgeregt. Ich bibbere, bevor ich eine Nachricht öffne. Zum Glück habe ich dieses Mal viele positive Rückmeldungen bekommen. Es erfüllt mich sehr, wenn

Menschen mein Buch mit Genuss und Freude lesen.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Bei meinen Krimis habe ich die Grundgeschichte von anderen Menschen erzählt bekommen. Also, ich gehe von einem realen Ereignis aus. Bei „Schierling und Gin Tonic“ habe ich einen Erbstreit hautnah geschildert bekommen. Von dieser Geschichte ging ich aus und habe dann die Figuren so entwickelt, dass sie zu diesem Krimi, dem Mord und der Motivation passen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Beim ersten Schreiben gibt es mehrere Lieblingsorte. Ein Café oder ein See. Ganz besonders inspirierend ist für mich eine Zugfahrt mit dieser vorbeifliegenden Landschaft.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie interessiert das nur begrenzt. Es ist eine fremde Welt für sie. Aber sie lesen meine Bücher. Meinetwegen.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Schlecht. Also, natürlich befriedigt es einen Teil von mir. Aber von den Figuren will ich mich nicht trennen.  Bin schon im Vorfeld traurig. Auf den letzten Seiten. Am besten geht es, wenn ich mich im Vorfeld schon mit den Figuren meines nächsten Krimis anfreunde. Dann fällt es mir leichter, meine anderen Figuren loszulassen. Irene Katz und Jan Sparschuh bleiben mir ja zum Glück erhalten.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Gute Frage. Ja, ich bin voll berufstätig und will auch meine Arbeit als Sprachfachkraft in der Sprachförderung gut machen. Ich weiß im Nachhinein auch nie, wie ich es geschafft habe. Dieses Mal  kam mir die Pandemie entgegen. Viele Treffen fielen aus. Aber ich schreibe immer. Ich habe freitags frei und feste Schreibroutinen. Das hilft.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Vielleicht das: Träume musst du verwirklichen. Du kannst alle Hindernisse überwinden. Aber du musst losmarschieren. Jetzt. Als Krimiautorin würde ich sagen: Verwirkliche deine Träume jetzt. Vielleicht hat dich ein Mörder schon im Visier und schlägt morgen zu? Hast du dein Umfeld im Auge? Spürst du es, wenn sich eine massive Wut steigert und steigert unter einer dünnen Schicht der Höflichkeit und Etikette bis sie explodiert…

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Elvira und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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