Autoreninterview mit: Emilia Lynn Morgenstern

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Mich hat das Thema meiner Diplomarbeit „Die Macht der Gedanken“ zum Schreiben inspiriert. Ich fragte mich einfach, wie denn eine Welt aussähe, in der die Macht der Gedanken ganz unmittelbar zu sehen ist. So entstand Maya, die Wasserwelt, deren Landschaften erst durch Gedankenkraft hervorgerufen werden.

Ein Jahr später an Silvester nahm ich mir im Rahmen der guten Vorsätze fürs neue Jahr vor, das angefangene Buch fertig zuschreiben. Das habe ich dann auch getan. Nur dass es bei dem einen Buch nicht blieb, es wurden gleich sechzehn daraus, von denen vier bereits veröffentlicht sind.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Oh, da zittert und bibbert man natürlich immer, aber ich sehe Rezensionen als Möglichkeit, die Bücher noch besser zu machen. In diesem Sinne liebe ich die Leserunden bei Lovelybooks. Stellen meine Leser dort Fragen, deren Antwort nicht im Text liegt, baue ich die vermisste Auskunft noch nachträglich in meine Bücher ein, damit künftige Leser nicht wieder über die selbe Stelle stolpern. Auf diese Weise verändert jede Leserunde den Inhalt meiner Bücher, hihi.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Wie gesagt, den Anstoß gab meine Diplomarbeit, das weitere Ausgestalten der Geschichte dagegen wurde und wird hauptsächlich durch die Schönheit der mich umgebenden Natur inspiriert. Ich plane nicht. Ich schreibe die Szenen auf, die mir durch den Kopf gehen und setze sie später in eine logische Reihenfolge. Ein recht unorthodoxes Vorgehen, ich weiß, aber es führt dazu, dass meine Bücher nicht vorhersehbar sind 🙂

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Als wir in Israel gewohnt haben, habe ich gern in der Wildnis des Carmelgebirges geschrieben. Hier in Deutschland setze ich mich gern an den Neckar oder ziehe mich an ein lauschiges Eckchen im Wald zurück und tippe dort. Oft diktiere ich auch beim Gassi gehen.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Nein, meine Familie hasst es, wie viel Zeit ich meinen Büchern widme. Aus Protest lesen sie meine Bücher nicht.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Dann denke ich über eine Fortsetzung nach. Zum Glück sind meine Götter unsterblich, so dass sie einfach weiterbestehen, auch wenn ich ihre Geschichte vorerst enden lasse. Mit meinen menschlichen Protagonisten ist das natürlich anders. Bei ihnen erleichtert es mir den Abschied, dass ich sie in den Folgebänden wieder auftreten lasse, eben nur als Nebenfiguren, aber sie sind noch da, bis sie eben irgendwann einmal eines natürlichen Todes sterben.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Indem ich all meine Freizeit opfere 😦 Tatsächlich habe ich einen Vollzeitjob im Kindergarten und dazu noch ein paar Austragejobs, um genügend Taschengeld für all die Ausgaben zur Verfügung zu haben, die mit dem Schreiben zusammenhängen. Zum Glück reichen mir 6 Stunden Schlaf in der Nacht, sonst käme ich nirgendwo mehr hin mit meiner Zeit.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Danke, dass ihr meine Bücher lest und mich in euren Rezensionen und Leserundenbeiträgen an eurem Erleben teilhaben lasst. Das bedeutet mir sehr viel 🙂

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Emilia Lynn und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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