Autoreninterview mit: Markus Weiss

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich habe als junger Mann viele Gedichte geschrieben und eine erste Erzählung angefangen, die nie vollendet wurde. Die Idee für „Ein Sommerleben“ ist schon mehrere Jahre präsent, das Schreiben an der Erzählung hat vor ca. vier Jahren begonnen.

Die Konzeption der Erzählung und ihre Dichte in der Struktur und Erzählform haben für mich den Ausschlag für eine Veröffentlichung gegeben, da ich den Eindruck habe, dass die Erzählung „rund“ ist. Hinzu kommt, dass es autobiografische Elemente in der Erzählung gibt, die durch die Veröffentlichung einen Abschluss im Verarbeitungsprozess von Erinnerungen und Erlebnissen finden.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Es ist etwas sehr Besonderes, sein eigenes, fertiges Buch in Händen zu halten. Für mich ist durch die literarische Form ein Abschluss gelungen, der jetzt frei für jeden zugänglich ist. Was die Erzählung beim Leser auslöst ist erst einmal seine Geschichte. Spannend für mich ist zu lesen, was jemand in den einzelnen Kaptiteln, Bildern, Gedichten und in dem Protagonisten „Michael“ sieht und wie er den Entwicklungsprozess deutet. Ich freue mich über jede Anmerkung, jeden Gedanken, jedes persönliche Erlebnis, das Leser im Anschluss an die Lektüre aus ihrer eigenen Biografie mit mir teilen.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Die Erzählung „Ein Sommerleben“ hat autobiografische Züge und wird getragen von Erlebnissen und Erinnerungen, die zwischen Realität und Fiktion hin- und herchangieren. Es sind Menschen, Orte, Bilder, Gespräche, literarische Texte und Erfahrungen, die einfach in die Struktur der fiktiven Woche des Protagonisten „Michael“ komprimiert werden, so dass offen bleibt „(…) was nicht wahr und was wirklich geschehen ist.“

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Überwiegend an meinem herrlichen Schreibtisch, aber auch an einem völlig stillen Ort in Frankreich, mitten in der traumhaften Landschaft des Burgund.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Es gibt sehr viele positive Reaktionen und es sind viele Menschen, die im Laufe meines Lebens meinen Weg gekreuzt haben, mit denen wieder Gespräch und Begegnungen über die Erzählung „Ein Sommerleben“ in Gang gekommen ist. Dadurch, dass es autobiografische Elemente hat, gibt es eben auch die Erfahrung, dass Erinnerungen gemeinsam geteilt oder aber durch andere Aspekte ergänzt werden. So entsteht ein Austausch und der Prozess der durch „Ein Sommerleben“ angestoßen wurde, geht weiter und reicht in die Zukunft hinein.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Das Wort Ende fehlt in „Ein Sommerleben“, weil ich jetzt im Sommer eine Fortsetzung geschrieben habe, die an einem bestimmten Punkt der Erzählung eine Lücke von zwölf Jahren füllt. Es ist ein Roman „Ein Jahrleben“, das von der weiteren Entwicklung des Protagonisten „Michael“ berichtet, die durch die Begegnung mit einer jungen Frau eine dramatische Wendung  nimmt und in der Psychiatrie endet.
Das ganze ist als Entwicklungsroman angelegt und es sind noch Teil 3 und Teil 4 geplant, für die bereits die Struktur und die Grundideen in einer Skizze angelegt sind.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich bin Gymnasiallehrer an einem Gymnasium in Baden-Württemberg und unterrichte die Fächer Deutsch, Religion und Literatur und Theater. Literatur und Theater sind zentrale Elemente meines Lebens. Ich habe sehr viele Theaterstücke inszeniert und Musicals geschrieben. Es sind oft die Ferien, in denen ich schreibe, damit während der Schulzeit genügend Zeit für die Schüler*innen bleibt, deren persönliche Entwicklung mir sehr am Herzen liegt.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Markus und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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