Autoreninterview mit: Sabine Reifenstahl

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich schreibe schon immer, und davor habe ich schon Geschichten erzählt. Es gibt so viel Ungerechtigkeit, daher habe ich eine Figur geschaffen, die so etwas geraderückt. Daraus entstand Enyo, die Heldin meines Fantasy-Romans. Der lag bereits in der Schublade, als ich zu einer Schreibgruppe stieß und dort den Rat bekam: Fang mit Kurzgeschichten an, lerne daran das Handwerkliche. Daran habe ich mich orientiert. Im gleichen Jahr, 2017, erschienen meine ersten erotischen Texte in zwei Anthologien unter dem Pseudonym S. R Stahl.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Ich habe bisher einige Kurzgeschichten im Selfpublishing veröffentlicht, und jedes Mal ist es aufregend. Wie kommen die Protagonisten an, wie reagieren die Leser? Gerade das Feedback ist unheimlich wichtig, denn ich schreibe nicht für mich, sondern möchte berühren. Das ist nicht nur ein Spruch.

Bei Verlagsveröffentlichungen ist es ein wenig anders. Für in Anthologien publizierte Geschichten erhält man selten ein spezielles Feedback. Demnächst erscheint jedoch mein Debütroman »Aus 3 wird Liebe« im Main-Verlag. Ich kann es kaum erwarten, und hoffe, dass meine Protagonisten und die Geschichte selbst den Lesern gefällt.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Inspiration findet sich überall, ein Traum, ein Ereignis, ein Zeitungsartikel, oder auch eine Literatur-Ausschreibung, die meist Thema und Länge vorgibt. Daraus resultieren die vielen Veröffentlichungen in unterschiedlichen Medien, ich mag den Wettbewerb mit anderen Autoren.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Meinen Sessel im Wohnzimmer, Füße hoch, Laptop auf den Knien, nicht unbedingt ergonomisch, aber soooooo bequem.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie unterstützt mich, sie sind aber keine Büchermenschen. Die eine oder andere Geschichte haben sie gelesen, für mich zählt der Halt und die Zeit, die sie mir lassen.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Bei Kurzgeschichten passiert mir das selten, wenn, wächst daraus etwas längeres. Unter die drei Roman, die bei Verlagen unter Vertrag stehen, hatte ich nie ENDE geschrieben, obwohl sie abgeschlossen und vollkommen unterschiedlich sind. Ich bin kein Fan von endlosen Reihen oder Serien, vor allem, da diese oftmals unvollendet bleiben. Einige meiner Protagonisten entwickeln allerdings ein Eigenleben und drangsalieren mich, bis sie irgendwo einen Gastauftritt erhaschen oder ich eine neue Geschichte schreibe. Enyo ist da besonders hartnäckig und benutzt dazu mit Vorliebe ihr Schwert.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Beruflich bin ich Sachbearbeiterin, habe mit Fakten und Zahlen zu tun, das Schreiben ist Hobby. Da ich in Teilzeit arbeite, bleibt Zeit dazu, aber ich stehe auch früher auf, um vor der Arbeit noch etwas zu schaffen. Am Ende ist es eine Frage von Disziplin, Gewohnheit und Prioritäten. Da die Arbeit mir Spaß macht, hoffe ich, noch lange so weitermachen zu können.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Schreiben ist, zumindest für mich, Bereicherung und Hobby. Mein größter Lohn ist eine ehrliche Rezension oder persönliche Nachricht von meinen Lesern, denn für sie schreibe ich. Nicht umsonst heißt es auf meiner Website www.sabinereifenstahl.de: Die schönste Herausforderung: Leser berühren. Worten wohnt Magie inne.

Unter diesem Motto steht mein Schreiben, ich möchte unterhalten, in fremde Welten entführen, geheimnisvolle Orte oder menschliche Grenzbereiche zeigen und neue Blickwinkel öffnen. Dabei werbe ich für Toleranz und Akzeptanz gegenüber dem Leben und der Liebe in allen Facetten, denn Vielfalt bedeutet Reichtum.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sabine und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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