Autoreninterview mit: Sandra Bäumler

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich habe vor über zehn Jahren mit dem Schreiben begonnen, doch wenn man es genau nimmt sogar schon im Teenager Alter. Da hegte ich bereits den Wunsch ein Buch zu schreiben, doch in den 1980ern hatte ich keinen PC, sondern nur eine Schreibmaschine und merkte ich nach drei Seiten, dass Schreiben eine Menge Arbeit bedeutet und hab wieder aufgehört – lach. Mit dem ersten Buch, das ich tatsächlich beendet habe, begann ich vor cira zehn Jahren. Es waren die Schattenreich – Chroniken.

Veröffentlichen wollte ich meine Bücher schon immer, denn sie sollten gelesen werden. Nur wusste ich noch nicht wie. Nach etwas recherchieren, entschied ich mich, mich mit meinen Manuskripten bei Verlagen zu bewerben, um einen Profi an der Seite zu haben, und erhielt auch tatsächlich eine Chance.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Es ist ein Auf und Ab der Gefühle. Ich freue mich unglaublich, wenn es den Lesern gefallen hat und grüble bei konstruktiver Krititk, vor allem von treuen Lesern, darüber nach, was ich besser machen kann.  Doch manchmal hilft alles Grübeln nichts, denn letztlich ist es auch eine Frage des Lesegeschmacks. Was dem einen begeistert, findet der andere ganz scheußlich.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Das ist unterschiedlich. Zu Rotkäppchen hat mich zum Beispiel ein Bild auf Pinterest inspiriert, auf dem ein durch tiefe Narben gezeichnetes Rotkäppchen einen Wolfskopf in die Höhe hält. Da war die Idee zu einem werwolfjagenden Rotkäppchen geboren und Alexander Kopeinskis Pre-Made Cover, in das ich mich unsterblich verliebt habe, hat mich dazu gebracht die Geschichte wirklich zu schreiben. Manchmal sehe ich auch eine Dokumentation an und plötzlich entsteht in meinem Kopf eine Geschichte oder auch nur einen Werbspott oder bei einem Museumsbesuch oder, oder, oder. Es gibt einfach so vieles, was einen zu Geschichten inspirieren kann.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Im Moment schreibe ich im Schlafzimmer. Aber eher aus praktischen Gründen. Denn eigentlich habe ich sehr gerne im Wohnzimmer geschrieben. Doch nachdem wir unseren Esstisch verkleinert haben, ist darauf einfach zu wenig Platz und da wir sonst im stehen essen müsste, war ich gezwungen mir einen anderen Schreibplatz zu suchen.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Sie finden es klasse und einige lesen wirklich alle meine Bücher. Ich bewege mich ja im weiten Feld der Fantasy und das ist jetzt nicht jedermans Geschmack. Es kam hin und wieder die Aussage: „Fantasy mag ich jetzt nicht so, aber wenn du mal einen Krimi schreibst, lese ich ihn sofort“ – lach.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Das finde ich jetzt nicht so schlimm, denn dann folgt ja die Überarbeitung und ich kann noch einiges an Zeit mit meinen Protagonisten verbringen. Doch wenn die Überarbeitung ebenfalls abgeschlossen ist, dann kommt schon etwas Wehmut auf. Vor allem bei Protagonisten, die mich über einen langen Zeitraum begleitet haben, wie Viktor aus den Schattenreich Chroniken. Ich habe gerade Teil 2 beendet und mag ihn nur ungerne loslassen. Doch langsam wird er flügge.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ja, ich arbeite im öffentlichen Dienst. Zur Zeit bin ich stundenmäßig so weit heruntergegangen, dass mir genug Zeit zum Schreiben bleibt.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Dass ich unglaublich dankbar für meine treuen und engagierten Leser bin. Sie sind so klasse.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sandra und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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