Autoreninterview mit: Sonja Buchheim

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Das war 2005 und daran, es zu veröffentlichen, hatte ich nicht gedacht. Es war mehr ein Hobby. Damals hatte ich meinen ersten Blog und wollte ihn mit etwas Leben füllen. Also fing ich an zu tippen … die Kurzgeschichte wurde immer grösser und umfangreicher. Als sie zu einem fertigen Roman angewachsen war, stellte ich sie online und bekam viel Zuspruch. Also informierte ich mich über Möglichkeiten, das Buch zu veröffentlichen und wurde zum Selfpublisher. Und wenn man einmal mit dem Schreiben angefangen hat, hört man auch nicht mehr damit auf.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Das ist immer noch sehr aufregend. Nervös zum einen, aber auch froh. Wenn so ein Projekt fertig ist, ist man einfach glücklich, denn es steckt viel Arbeit darin.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Das ist schwer zu sagen … zwar sind Autoren wie Stephen King, Janet Fitch, James Clavell und Amei-Angelika Müller unverzichtbare Einflüsse für mich, aber im Grunde schreibe ich einfach drauflos.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Im Garten würde ich das am liebsten machen, aber ich schreibe besser im Büro. Ich komme mit einer PC Tastatur besser zurecht. Außerdem habe ich im Büro alle meine Utensilien beisammen. 

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Teils, teils. Manche sind da eher vorsichtig, denn als Selfpublisher ist man nach wie vor für viele einfach „zu schlecht, bei einem richtigen Verlag zu publizieren.“ Zwar habe ich auch Bücher in einem Verlag veröffentlicht, aber der Ruf von Selfpublishern ist meistens immer noch nicht besonders gut. Bei einigen weiß ich nicht, wie sie darüber denken, denn da kommt oft ein „oh, das ist ja toll“, wenn sie davon hören, aber dann wird das Thema schnell fallengelassen. So, als hätte man eine peinliche Krankheit, über die man besser nicht spricht. Wieder andere lesen begeistert alles von mir und helfen, wo sie können. Das ist immer sehr zwiegespalten. Ich selbst rede nicht darüber und dränge auch niemanden, meine Bücher zu lesen. Wenn man mich darauf anspricht, rede ich gern darüber, aber ich selbst schneide das Thema nie an.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Das ist toll! Nach Monaten stellt man dann fest, dass die Protagonisten einem tatsächlich fehlen. Wie Freunde, von denen man länger nichts gehört hat. Dann tut man, was man sich geschworen hat, nicht zu machen: Man schreibt eine Fortsetzung. Meistens war das so bei mir, denn am Ende, wenn die ganze Arbeit gemacht ist und man das Buch immer und immer wieder durchgeackert hat, kann man es nicht mehr sehen. Und die Protagonisten waren mir dann auch egal. Das Buch stand immer lange im Regal. Tja, dann vergeht etwas Zeit … und im Kopf fangen die Protagonisten an, ihr Leben weiterzuführen … schon sitzt man wieder am PC.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich bin auch Werbetexterin, aber unter einen Hut bekomme ich derzeit alles nur schlecht. Bei mir sind die Wechseljahre recht heftig und deshalb bleibt so manches liegen. Leider.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Danke auf jeden Fall, Danke dafür, dass ihr mit auf die Reise gegangen seid. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig unterhalten!

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sonja und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

Facebook / Instagram / neobooks Verlag / Amazon

Unbezahlte Werbung

%d Bloggern gefällt das: