Autoreninterview mit: Veronica More

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Geschichten habe ich bereits seit meiner Kindheit geschrieben. Anfangs waren es Märchen, später meist Gruselstorys, da ich als Jugendliche viel von Stephen King und Anne Rice gelesen habe. Den Traum, ein Buch zu veröffentlichen, hatte ich schon sehr früh, doch das Leben spielt oftmals anders, als man denkt. So ist das Schreiben eine Weile durch Familie und Alltag in den Hintergrund gerückt. Als meine Tochter begonnen hat selbst Fanfiction zu schreiben, hat sie mich damit wachgerüttelt und mir deutlich gemacht, wie wichtig das Schreiben für mich ist. Mit der Unterstützung meiner Familie habe ich dann meinen Debütroman „Free my heart“ verfasst und schließlich veröffentlicht. 

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die eigenen Romane im Onlinehandel zu sehen. Ein bisschen wie Geburtstag und Weihnachten zusammen. Ab dem Veröffentlichungstermin bin ich immer besonders hibbelig und kann die ersten Lesermeinungen kaum erwarten. Ich glaube, ich muss gar nicht erwähnen, wie sehr mir das Herz aufblüht, wenn das Feedback tendenziell positiv ausfällt und meine Geschichten die Leser*innen berühren. Das ist mein Ziel mit meinen Romanen. Doch ich lese auch die kritischen Meinungen sehr genau. Natürlich kann ich es als Autorin niemals allen Lesern*innen recht machen, doch eine konstruktive Kritik kann ebenso hilfreich sein. 

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Die Ideen für meine Geschichten nehme ich größtenteils aus meinen Träumen. Tatsächlich träume ich sehr intensiv, meist ganze Szenen. Deshalb habe ich auf dem Nachttisch immer ein Notizbuch liegen, um die Ideen und vor allem die Emotionen zu den Bildern sofort aufzuschreiben. Außerdem bin ich gern mit unseren Hunden in der Natur unterwegs. Die Ruhe des Waldes hat schon so manche Gedankenblockade gelöst oder mir eine Blitzidee beschert.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Da ich am Laptop schreibe, bin ich nicht an einen festen Ort gebunden. Witzigerweise schreibe ich aber tatsächlich meistens in der Küche. Von dort aus habe ich einen herrlichen Blick über die Landschaft. Im Sommer sitze ich zum Schreiben gern in der Sonne im Garten.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie steht zum Glück voll hinter meiner Autorentätigkeit und alle lesen meine Werke. Mein Mann und meine Tochter plotten auch gern mal mit. Der größte Teil meiner Freunde findet meine Arbeit gut, der Rest runzelt gern mal die Stirn. Es hat eben nicht jede*r etwas für Bücher übrig, aber das ist völlig in Ordnung für mich.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ganz ehrlich? Ich freue mich jedes Mal riesig. Ein Buch zu schreiben ist in meinen Augen eine unglaubliche Leistung, worauf jede*r Autor*in stolz sein darf. Und das bin ich auch. Klar sind mir meine Protagonisten ans Herz gewachsen, aber nur, weil ich das Wort Ende unter mein Manuskript setze, heißt es nicht gleich Abschied nehmen für mich. Sie begleiten mich auf Lesungen, Charaktervorstellungen oder Interviews, begegnen mir auf Illustrationen und haben damit für immer einen festen Platz in meinem Herzen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Aufgrund meiner ausgeprägten Tierliebe habe ich Tierpsychologie studiert und einige Jahre in diesem Bereich gearbeitet. Durch das Schreiben habe ich jedoch meine Liebe zu Worten und Texten wiederentdeckt und mich diesbezüglich weitergebildet. So plane ich, mich spätestens Anfang 2022 als freie Lektorin selbstständig zu machen und möchte mich speziell den Selfpublishern*in widmen, um sie bei ihren Herzensprojekten bestmöglich zu unterstützen. Bezüglich meiner Organisation habe ich lange gebraucht, um einen für mich passenden Plan zu erstellen. Nun habe ich für alle Arbeitsschritte feste Zeiten. Das klingt erst einmal sehr steif, doch ohne diese Struktur bringe ich die vielen verschiedenen Schritte nicht unter. Natürlich ist auch dieser Plan sicher noch verbesserungswürdig. Der Tag hat eben leider nur 24 Stunden. 😉

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

In erster Linie möchte ich mich bei ihnen von ganzem Herzen bedanken. Ich hätte niemals gedacht, dass meine Geschichten so viele Menschen berühren und begeistern würden. Zudem liebe ich den engen Kontakt zu meinen Lesern*innen. Er ist unglaublich wertvoll und zeigt mir immer wieder, dass es die richtige Entscheidung war, auf mein Herz zu hören und zu Schreiben.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Veronica und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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