Autoreninterview mit: Viktoria Bolle

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Schon  früh zog ich mich in die Welt der Bücher zurück, las, schrieb Gedichte und Kurzgeschichten, die ich als meine Leidenschaft empfand. Jedoch bildete die sprachliche Barriere für mich das größte Problem, das mich darin hinderte, Texte in Deutsch zu verfassen. Die ersten Texte waren sprachlich und auch storytechnisch nicht überzeugend. Also galt es weiterhin meinen Sprach- und Schreibstil zu verbessern. Das Schreiben ist für mich auch ein Weg, meine bewegende Familiengeschichte zu verarbeiten und weiterzugeben. Das war mehr oder weniger der Ansporn, das Buch zu veröffentlichen. 

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Ich finde es jedes Mal sehr aufregend und freue mich riesig. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich viel Arbeit und Zeit in das Projekt investiert. Wenn die ersten Lesermeinungen, auf die ich in der Regel sehnsüchtig warte, positiv ausfallen, freue ich mich entsprechend. Auf die konstruktive Kritik freue ich mich ebenfalls, denn nur so kann ich lernen und mich weiter verbessern. 

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Zu meinem historischen Roman diente mir meine Familiengeschichte als Vorlage. Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte meines Großvaters, der 1925 in der unabhängigen Republik der Wolgadeutschen in Russland geboren wird und unter Stalins Regime ein hartes Leben führt. Für meine anderen Geschichten schöpfe ich Ideen aus meiner Umgebung. Ereignisse aus dem Berufsalltag, Menschen, mit denen man umgeht und auch Zeitungsberichte inspirieren mich zu neuen Themen. Am liebsten schreibe ich Geschichten nach einer wahren Begebenheit oder, die ganz nah am Leben angesiedelt sind.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Nein, den gibt es nicht. Meistens schreibe ich im Wohnzimmer, während meine Familie es sich abends vor dem Fernseher gemütlich macht und ich einen kurzen, freien Moment für mich habe.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

In der Tat äußert sich meine Familie sehr wenig zu diesem Thema. Dass ich schreibe ist mittlerweile selbstverständlich für sie. Ich erfahre große Unterstützung, sei es denn mit dem Verteilen der Flyer oder einfach nur Kinderbetreuung. Sie lesen meine Bücher und empfehlen sie angegagiert weiter.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Das Wort ENDE bringt eine enorme Erleichterung und Freude mit sich, auch wenn einem die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind und es nicht immer einfach ist, nach einer langen Schreibzeit, Abschied von ihnen zu nehmen.  Nun beginnt die eigentliche Arbeit und das Entlassen des Buchbabys in die Welt. 

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Da ich mit dem Schreiben leider nicht soviel verdiene, wie gewünscht, gehe ich tatsächlich einem Brötchenjob nach. Ich arbeite als Bankangestellte in einem internen Bereich einer regionalen Bank und schreibe nebenberuflich. Neben dem Job, dem Kind und dem Haushalt bleibt mir dafür leider nicht viel Zeit übrig. Meistens sind es nur 1 bis 1,5 Stunden am Abend, die ich dafür erübrigen kann. Oft haben aber auch andere Dinge Priorität.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich möchte mich bei meinen Lesern auf diesem Weg bedanken für das Interesse an mir als Autorin und meinen Büchern. Da ich als Selfpublisherin keinen Verlag habe, der mein Buch bewirbt, bin ich auf meine Leser angewiesen. Mit Eurer Hilfe erfahren andere Menschen von meinen Büchern. Ich freue mich ganz besonders über jede einzelne Rezension, die Ihr auf Amazon hinterlasst und natürlich auch über jede andere Weiterempfehlung auf anderen Wegen. 

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Viktoria und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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